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Marlies Große   Künstlerpuppen         

Traditionspflege   Dresdner   Künstlerhandpuppen                  

Dresdner Künstlerpuppen ab 1972

Prospekttitelseite Dresdner Künstlerpuppen 1972 wurde der Betrieb "Künstler-Handspielpuppen Curt Meißner" verstaatlicht zum VEB Künstlerpuppen Dresden. Die Puppen wurden fortan Original Künstlerpuppen, später Dresdner Künstlerpuppen, genannt. In der DDR sah man die Puppen nur noch selten, da sie "NSW-Export-Schlager" wurden und Devisen brachten. Im Betrieb wurde sehr auf die exakte Ausführung der Ziehtechnik und auf die Wahrung der unterschiedlichsten Gesichtsausdrücke geachtet. Auf den Leipziger und Frankfurter Messen wurden laufend Neuentwicklungen angeboten. 1989 konnte ich als damalige Gestalterin des Betriebes die Auszeichnung für "Traditionspflege" des Kunsthandwerkerverbandes "expertic" der DDR für eine neuentwickelte Tierserie entgegennehmen. 1990, im "Wendegeschehen", stornierten die westlichen Kunden alle Verträge und der Betrieb fiel in Null-Stunden-Kurzarbeit. 1991 nahm der Betrieb nun als GmbH eine etwas abgewandelte, hochwertige Produktion für die Spielwarenbranche wieder auf. Durch maschinellen Einsatz und sicherlich aus wirtschaftlichen Gründen ist eine starke Vereinfachung der Herstellungstechnik und damit eine erhebliche Verflachung der Gesichtsausdrücke zu verzeichnen. Aus denselben Gründen werden aufwändige Frisuren nicht mehr ausgeführt, so daß die Puppen Plüschhaare erhalten.

 
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