1947 hatten die "Künstler-Handspielpuppen Curt Meißner" als i - Künstlerpuppen ihr erstes Auftreten zur Leipziger Messe. Die Köpfe sind aus Rauhtrikot gefertigt, haben eine Mittelnaht, die Ziehtechnik gleicht der der Strippel-Handpuppen. Außerdem haben die Gesichter eine Leimbeschichtung (wie bei den späteren Strippelpuppen). 1957 hatte der Betrieb 85 Angestellte. Von Curt Meißner stammen viele Artikel und Veröffentlichungen, z.B. in "Natur und Heimat": "Die Verwurzelung des Handpuppenspiels in der Volkskunst". Frau Ingeborg Bahrmann soll laut Curt Meißner die Herstellungsweise erfunden haben. Sie übernahm die künstlerische Leitung des Betriebes, deshalb der Name i - Künstlerpuppen. Die Existenz der Strippel-Handpuppe wird von Curt Meißner ignoriert (übrigens bis in die heutigen Tage, siehe Elbhangkurier 12/98). Selbst der Begründer der Puppentheatersammlung Otto Link ärgerte sich schon um 1950 über einen Zeitungsartikel von Curt Meißner, in dem dieser die i-Künstlerpuppen als "DIE neuen Puppen" bezeichnet. Man findet dort eine handschriftliche Randbemerkung von ihm: "Stimmt nicht, Strippel war eher da." Zweifellos hat Frau Bahrmann viele schöne Figuren gestaltet, die das Sortiment der Curt - Meißner - Puppen bekannt und beliebt gemacht haben. Von ihren Freunden wurde Frau Bahrmann liebevoll "Tante i" genannt.
Die hier dargestellten Informationen und Bilder stammen aus erhaltenen schriftlichen Zeitdokumenten und von umfangreichen Beständen an textilen Handspielpuppen aus ca. sieben Jahrzehnten, die in der Puppentheatersammlung der STAATLICHEN KUNSTSAMMLUNGEN DRESDEN verwahrt werden.